26:27 – OSG Fredersdorf-Vogelsdorf vs. SV Eichstädt 1949 – Frauenpower verschwunden

Die Damen der OSG Fredersdorf-Vogelsdorf erwischten bei ihrem Heimspiel am 01.03.2020 gegen den SV Eichstädt 1949 einen rabenschwarzen Tag. Abgesehen vom Beginn der zweiten Halbzeit lief im Spiel einfach nichts zusammen. Mit unüberlegten und überhasteten Spielzügen im Angriff, einer schlechten Chancenverwertung und ohne das nötige Zupacken in der Abwehr stand sich das Team an diesem Tag quasi selbst im Weg. Zwar waren die Gäste spielerisch nicht unbedingt besser, ließen aber die größere Portion Ehrgeiz und Kampfgeist erkennen, was am Ende den Unterschied ausmachte. Nun heißt es für die OSG Gedanken ordnen, Teamgeist und Siegeswillen bündeln und am kommenden Samstag, den 07.03.2020 beim Spiel gegen die Bernauer Bären zeigen, was wirklich in ihnen steckt.

Tolle Stimmung in Fredersdorf


Zum Heimspiel in die Tieckstraße kam diesmal der ambitionierte Vorletzte der Verbandsliga Süd, der HV Luckenwalde. Gut verstärkt vor und während der Saison, fehlte es dem Gegner bisher an der Umsetzung der Klasse auf das Spielfeld. Dementsprechend konzentriert wollte die OSG Fredersdorf-Vogelsdorf gleich von Beginn an auftreten.Und dieser Beginn gestaltete sich nach Plan für die OSG, mit einem 3:0-Lauf konnte man den Gast gleich mal beeindrucken. Aber auch die Luckenwalder konnten dann in den weiteren Minuten ihre vorhandene Klasse zeigen und kämpften sich nach 10 Minuten wieder auf 5:4 und 7:6 wieder heran. Beim Stand von 8:6 nahm Nicole Klante, Trainerin der Luckenwalder, die erste Auszeit. Diese Auszeit konnte aber auch der Trainer der OSG, Florian Deja, nutzen um seine Mannschaft nochmal auf den Matchplan zu besinnen und sich nicht vom aktuellen Stand täuschen zu lassen. Mit dieser Ruhe gelang es der OSG auf 12:7 wegzuziehen nach 20 Minuten. In den weiteren 10 Minuten bis zur Halbzeit änderte sich daran nicht viel, die OSG verwaltete ohne die höchste Anstrengung und mit einigen Wechseln den Vorsprung zum Halbzeitstand von 16:12.

Auch in der Halbzeit erinnerte Trainer Florian Deja nochmal seine Fredersdorfer an den Matchplan der in der zweiten Hälfte zum Tragen kommen sollte.Der Anfang der zweiten Hälfte ähnelte dem Ende der ersten Halbzeit. Nach 39 Minuten wirft Tobias Moschke das 21:16 durch einen leichten Gegenstoß und Luckenwalde nimmt die letzte Auszeit. Und das war das Zeichen für die Doppeldörfler nochmal einen Gang hochzuschalten und den Matchplan aufgehen zu lassen. Mit einfachen Gegenstößen konnte man hier den Abstand vergrößern da durch die Breite des Kaders noch genügend Energie vorhanden war. Das Manko dass die OSG-Abwehr etwas unkonzentrierter agierte glich ein gut aufgelegter Oliver Glowik im Tor aus. Mit einer 3 Paraden in wenigen Sekunden brachte er die Halle zum Kochen.

Mit dieser geschlossenen und breiten Mannschaftsleistung fährt die OSG Fredersdorf-Vogelsdorf einen nie gefährdeten 31:23 Sieg ein und schließt wieder an die oberen Plätze der Tabelle auf. Am Samstag geht es dann gegen den Zweitplatzierten der HSG Schlaubetal/Odervorland.

Die Mannschaft möchte sich nochmal ausdrücklich für die tolle Unterstützung der Fans bedanken!

Das Spitzenspiel

Am vergangenen Sonntag waren die Frauen des Grünheider SV zu Gast in der Tieckstraße. Das Spitzenspiel zwischen dem Ersten und Zweiten der Frauen Verbandsliga Nord stand an. Mit den stetig gestiegenen Leistungen aus den letzten Spielen als Motivation im Hinterkopf wurde nun nach der knappen Hinrundenpleite der Sieg angepeilt.

Das Spiel begann zunächst stockend, die ersten 3 Minuten konnte kein Team den Ball im gegnerischen Tor unterbringen. Über die nächsten beiden Angriffe gelang es der OSG jedoch sich mit 2:0 ab zu setzen. Nun kamen auch die Grünheiderinnen ins Spiel und konnten vor allem durch Tore aus dem Rückraum zunächst ausgleichen und dann in Führung gehen. Eine Umstellung der OSG Abwehr dämmte diese Torgefahr etwas ein und auch im Angriff lief es einigermaßen, wobei allerdings zu viele einfache Chancen liegen gelassen wurden. Mit einem 2 Tore Vorsprung für Grünheide ging es mit 10:12 in die Pause.

Alles war noch möglich, auch die 2. Hälfte startete mit einem offenen Schlagabtausch: ein Tor Grünheide, ein Tor OSG. Bis zum Spielstand von 13:15. Dann funktionierte 18 Minuten lang leider gar nichts im Angriff, kein einziges Tor für die OSG. Grünheide dagegen konnte zum 13:21 davonziehen. Nun waren nur noch 5 Minuten zu spielen. In dieser Schlussphase konnten die Gastgeberinnen zwar noch 3 Würfe im gegnerischen Kasten unterbringen, aber dies war am Ende eindeutig zu wenig. Beim Abpfiff stand ein 16:21 Sieg für Grünheide.

Leider konnte diesmal nicht an die Leistungen der vorherigen Spiele angeknüpft werden, besonders im Angriff erwischte die OSG einen rabenschwarzen Tag, wobei Grünheide natürlich durch solide Abwehrleistung nicht unschuldig daran war. Die OSG Abwehr besserte sich nach anfänglichen Problemen im Spielverlauf, konnte die vorne fehlenden Treffer allerdings nicht kompensieren. Nun heißt es Spiel abhaken und auf die alten Stärken besinnen.

Ein riesiges Dankeschön an alle Fans, ihr habt eine super Stimmung gemacht, die eines Spitzenspiels absolut würdig war! Eure Unterstützung brauchen wir wieder zum nächsten Heimspiel am Sonntag dem 01.03. gegen Eichstädt, um den 2. Tabellenplatz wieder zu festigen.

Siegesserie hält weiter an

Am Sonntag gastierten die Damen der OSG Fredersdorf-Vogelsdorf beim HSV Falkensee 04. Pünktlich um 16:00 Uhr startete das Spitzenspiel der Liga zwischen dem Zweit- und Drittplatzierten in der Stadthalle Falkensee. Vorab: Der Ausgang der Partie änderte nichts am Tabellenstand, was am verdienten Auswärtssieg der Fredersdorferinnen lag.

Doch der Sieg war keineswegs eine leichte Sache, denn die Partie war durchaus umkämpft. Auch wenn die Heimmannschaft in der zweiten Minute zum ersten und lediglich einzigen Mal in Führung ging, bewegten sich beide Teams über weite Strecken auf Augenhöhe. Die OSG konnte mit maximal drei Treffern davonziehen und immer wieder gelang es Falkensee heranzukommen oder sogar auszugleichen. Insbesondere die Anspiele zum Kreis konnten nicht wirkungsvoll genug unterbunden werden. Vorne hingegen lief es gut. Eine bestens aufgelegte Hummi verteilte die Bälle und schloss selber ab (7 Tore), Romy „lieferte“ zuverlässig (13) und setzte Julia (3) in Szene. Laura (2) und Vetti (3, inklusive sehenswertem Heber) trafen von außen. Mit einem Halbzeitstand von 14:17 ging es in die Kabine.

Dass Falkensee nach dem verlorenen Heimspiel in der Hinrunde diesmal zu knacken ist, war bei Spielerinnen und Trainern zu spüren. Entsprechend kämpferisch und motiviert startete man in die zweite Halbzeit, in der es Falkensee in der 39. Minute zunächst gelang, erneut auszugleichen. Die OSG berappelte sich jedoch und konnte in der 51. Minute die Gegnerinnen sogar mit vier Toren auf Abstand halten. Nun galt es, den Vorsprung zu verwalten und die Partie souverän zu Ende zu spielen. Ein gehörige Portion Spannung und Nervenkitzel kam dann doch noch auf, als der HSV in der 57. Minute zum 27:29 einnetzte. Doch Dank sehenswerter Tore von Anja und Hummi konnte der alte Abstand wiederhergestellt werden und die Partie endete mit einem 29:31 Auswärtssieg für die OSG.

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sicherten sich die Damen der OSG Fredersdorf-Vogelsdorf damit den neunten Sieg in Folge und festigten den 2. Platz in der Tabelle der Verbandsliga Nord, in der es am kommenden Sonntag zum nächsten Spitzenspiel kommt. Am 23.02.2020 empfängt die OSG denTabellenführer Grünheider SV. Anpfiff ist um 14:00 Uhr in der Tieckstraße.

Grüne Karte verhindert Überraschung

Aus guter Tradition machte sich nur ein kleiner Männerkader der OSG Fredersdorf-Vogelsdorf auf den Weg zur schwersten und längsten Auswärtsreise, dieses Mal nach Bad Liebenwerda. Der kleine widerstandsfähige Kader sah sich dem Tabellenersten der Verbandsliga Süd gegenüber, der bisher keine Punkte liegen ließ. Die Personaldecke ließ es sogar zu, dass Torhüter Christian Szameit sich mal wieder als Feldspieler austoben konnte. Nach 4 Minuten und einem Stand von 3:1 für den HC Bad Liebenwerda schien das Spiel auch seinen erwarteten Lauf zu nehmen. Aber an diesem Tag lag etwas in der Luft was man auf Fredersdorfer Seite als Trotzigkeit und auf gegnerischer Seite als Unbehagen einstufen würde. Mit einer bissigen und variablen Abwehr brachte sich die OSG endgültig ins Spiel. Nach 15 Minuten steht es auf einmal 9:6 für die Gäste aus Fredersdorf. Auch der letzte hatte jetzt verstanden, dass das Spiel anders läuft als erwartet. Da die OSG es verpasste sich tatsächlich noch weiter abzusetzen, gelang es Bad Liebenwerda sich bis zur Halbzeit nicht nur wieder heran zu kämpfen, sondern auch mit 16:14 zur Halbzeit mit 2 Toren abzusetzen. Zeitstrafen waren zum Ende der Halbzeit das Resultat der bissigen Fredersdorfer Abwehr, die die Kurstädter zu nutzen wussten.

Auch die zweite Halbzeit zeigte gleich dass die Fredersdorfer nicht gewillt sind, auch nur ein bißchen herzuschenken. Bad Liebenwerda, mittlerweile die Ernsthaftigkeit des Spiels angenommen, verwaltete den Vorsprung aus der Halbzeit und so stand es in der 38. Minute 21:19 für den Gastgeber. Ab hier hatten auch die Spieler um Trainer Florian Deja verstanden, dass heute alles möglich ist unabhängig von den Grundvoraussetzungen. So machen die Fredersdorfer das Spiel in der 43. Minute beim Stand von 22:22 zum offenen Schlagabtausch. Eine Viertelstunde lang rückte keine Mannschaft mehr ab. In Minute 57. Geht die OSG durch Maik Schöps mit 30:29 in Führung, die 10 Sekunden später durch Mario Schubert vom HC ausgeglichen wird. Die OSG vertändelt ihren Angriff und Bad Liebenwerda geht bei noch 113 Sekunden zu spielen mit 31:30 in Führung.

In der Annahme des letzten Angriffs und Chance auf den Ausgleich hält Trainer der OSG, Florian Deja, die „Grüne Karte“ bereit. Christian Weihs nimmt sich aus einer schwierigen Situation den Wurf, Trainer Deja entscheidet in der schwere der Wurfsituation die grüne Karte zu schmeißen. Doch der scheinbar unmögliche Wurf aus schwieriger Situation landet im Tor aber die grüne Karte gilt und somit das Tor nicht. Freud und Leid liegen kurzzeitig auf beiden Seiten nah beieinander. Auch die letzten Angriffe bringen beidseitig nichts mehr ein, so dass die OSG Fredersdorf-Vogelsdorf denkbar unglücklich und knapp an einer Überraschung vorbei rauscht. Ein tolles Publikum sah ein tolles Spiel was so nicht zu erwarten war und belohnte BEIDE Mannschaften mit Standing Ovations. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt den Fredersdorfern nicht, denn am Sonntag wartet der direkte Tabellennachbar – die Zweite Vertretung der TSG Lübbenau – zum Heimspiel in der Tieckstraße.


Text: Florian Deja, Bilder: Steffen Bernicke-Pawlowski